Private Webseite von Andreas Möller

24.08.2012 - Valley of Fire

Ankunft

Die Ankunft geschah schon am 23.08.2012 gegen 17:00 Uhr.

Wir wollten eigentlich am Valley of Fire campen und haben sogar gehofft noch einen freien Campingplatz zu bekommen. Als wir am Valley of Fire ankamen, gab es große Ernüchterung. Wo war der Ranger? Wir trafen niemanden an. Durch andere Besucher erfuhren wir, dass es am 22.08.2012 sehr stark geregnet hatte und ganze Straßen und Pisten im Valley weggespült wurden. Somit wurden die Campingplätze geschlossen. Das erklärt auch, warum auf den Straßen der ganze Sand lag. Es war jedoch staubtrocken und bei jeder Überquerung wirbelte der Sand auf.

Wir wussten nicht, dass der Atlatl Campground geöffnet war und man hier mit Self Pay campen konnte. So suchten wir vergeblich einen Ranger um uns anzumelden. Dank dem Buch "USA der ganze Westen" hatten wir eine Alternative zum Campen gefunden. Unten am Lake Mead gab es einen Campingplatz der mit $10 Self Pay zur Übernachtung benutzt wurde. Hier trafen wir ebenfalls keine Person an, nur in weiter Ferne standen ein paar Trailer.

Elephant Rock & Scenic Loop

Noch vor Sonnenaufgang gegen 06:00 Uhr ging es wieder zurück zum Valley of Fire. Gleich am östlichen Eingang bezahlten wir $10 Entrance Fee für den State Park und besuchten den Elephant Rock. Die Steine glühten Feuerrot im Licht der aufgehenden Sonne.

Danach ging es zum Atlatl Rock, ein Fels mit 4000 Jahre alten Petoglyphen. Leider sind viele Teile der Felszeichnungen von Vandalismus betroffen. Mister X und Y wollten hier einfach mal "cool" sein und sich mit verewigen - obwohl sie noch keine 4000 Jahre auf den Buckel haben.

Jetzt ging es zum Scenic Loop. Hier musste natürlich der Arch Rock besucht werden. Pünktlich zur Ankunft traf das Licht der Sonne auf den Steinbogen und erhellte ihn in ein gleißendes Rot.

Das Auto wurde am westlichen Rand des Loops geparkt und die Wanderung führte querfeldein durch das rote, steinige Gebiet. Natürlich durfte der nett anzusehende Windstone Arch nicht ausgelassen werden. Um diesen Stein abzulichten muss man sich in eine kleine Höhle zwängen und dort mit wenig Platz die beste Position suchen. Er befindet sich innerhalb eines Felsens und von Außen ist absolut nicht erkennbar welches Wunder sich Innen verbirgt.

GPS-Position: Windstone Arch

Doch nicht nur dieser Fels birgt tolle Steinformationen in sich. Das ganze Gebiet ist ein Eldorado für Entdecker und Fotografen.

Schlechte Nachrichten

White Domes Road geschlossen

Dann endlich um 08:30 öffnete das Visitor Center. Hier erfuhren wir, dass man auch im Valley of Fire mit "Self Pay" campen kann, also haben wir uns gleich Platz #7 reserviert. Und dann haben wir gesehen, dass die White Domes Road gesperrt ist. Der Grund waren die bereits oben erwähnten extrem starken Regenfälle am 22.08.2012 welche die Straße förmlich weggespült hatten. Es hab keine Chance diese zu passieren und die Erneuerung dauert mindest eine Woche.

Das heißt im Klartext: Unsere Planung ist dahin. Wir konnten nicht das Gebiet der White Domes besuchen und auch keine Rainbow Vista sowie die berühmte Fire Wave (Rainbow Wave) bestaunen.

Die nette Dame am Besucherzentrum empfahl uns zu den Pinnacles zu wandern, so geschah es.

The Pinnacles

Die Wanderung zu den Pinnacles startet nördlich des Atlatl Rocks und ist ca. 6-8 Meilen lang. Eigentlich ist es ein Rundtripp, doch wir änderten die Route ein wenig ab. Der Wanderweg führt an einem Wash entlang und ist recht langweilig. Wir entschiden uns daher, von einem rotem Gebiet zum nächsten roten Gebiet zu wandern. 
So fanden wir auch ein Gebiet welches dem Fire (Rainbow) Wave ähnelt. (Siehe 4. Foto unten) Es gibt genug Schatten auf der Strecke, dennoch war unser Wasservorrat mit 6 Flaschen a 500ml für 2 Personen doch recht knapp, dennoch reichte er aus.

Die Pinnacles befinden sich hinter einem Hügel und der Wanderweg geht um den Hügel herum. Wir jedoch nahmen den selben Weg zurück, da dieser kürzer war. Außerdem gibt es auf den Rückweg keine roten Steine zu bestaunen. Eine Hand (Foto links) zeigt einem dem Weg.

Die Pinnacles an sich empfinde ich als nicht wirklich interessant. Es gibt einige kleinere rote Felsen die viel fotografisches Potential bergen, aber die Ansammlung der roten Steine der Pinnacles ist recht öde. Es gibt interessantere Orte im Valley of Fire. Die folgenden Fotos entstanden somit alle auf der Wanderung zu den Pinnacles.

Die Namen der folgenden Motive stammen einfach mal von mir. Von Links nach Rechts: Little Rainbow Arch, Red Stripe Rock, Fire Heart, Another Fire Wave.

Es ist schon lustig, wie in jedem Namen das Wort "Fire" oder "Red" vorkommt. Aber verwundert tut es sicherlich niemanden!

North Fork Valley of Fire Wash

Am Nachmittag ging es dann in den North Fork Valley of Fire Wash. Der Ausgangspunkt waren "The Cabins", eine alt Steinhütte aus dem Jahr 1930. Die Hitze machte ordentlich zu schaffen und der Schweiß lief in Strömen. Bis zum Wash ging es über Stock und Stein. Es gibt hier viele schattige Stellen zum Rasten, aber dafür gleicht der "Wanderweg" einem Gröllhaufen.

Im Wash angekommen, geht man nach links in Richtung Norden. Hier zeigt sich das Valley of Fire von seiner schönen Seite. Ein kleiner, ja wirklich kleiner, "Slotcanyon" kann gesehen werden, sowie kleinere und größere Arches. Einst stand hier der berühmte Ephemeral Arch. Er ist jedoch im Jahr 2005 eingestürzt.

Aufgrund der Temperaturen sind wir nicht lange im Wash geblieben, sondern zurück zum Campground gefahren.

Wetter

Die Sonne strahlte den ganzen heißen Tag. Nur am tiefen Horizont gab es einige Quellwolken, davon merkte man aber absolut nichts. Temperatur: 100°F (37,8°C). Der Kopf brummte und der Wasserverbrauch stieg proportional mit der Hitze.

Unterkunft

Diesmal campten wir am Atlatl Campground im Valley of Fire. Dieser kostet $20 pro Auto, aber wir zahlten nur $10. Warum, das weiß ich nicht genau, aber der Ranger wollte es so.

GPS-Track und Route