Private Webseite von Andreas Möller

Death Valley

Datum: 01.04.2016

Das Death Valley liegt etwa 2 Stunden von Las Vegas entfernt. Dementsprechend planten wir einen Tagestrip in das berühmte "Tal des Todes". Das Death Valley liegt in der Mojave Wüste uns ist als Ort der Extreme bekannt. Am 10.07.1913 wurde in der Furnace Creek Ranch mit 56,7 °C die am weltweit höchste Temperatur gemessen. Aber nicht nur die Extreme haben zur großen Popularität des Death Valleys beigetragen. Auch die vielseitige Natur zieht jährlich tausende von Touristen an. So findet man im Park beispielsweise die berühmten Wandernden Steine. Diese haben wir aus zeitlichen Gründen nicht besucht.

Der Eintritt in den Park kostet $ 20. Dafür darf man sich bis zu 7 Tage hintereinander im Park aufhalten. (Stand April 2016) Im Gegensatz zu den anderen großen Nationalparks, gibt es hier kein Kassenhäuschen. Die Gebühr ist an den Self-Pay Stationen oder in den Visitor Centern zu entrichten.

Wir fuhren also in aller frühe aus Las Vegas los und erreichten ohne große Staus oder Umwege den Eingang zum Death Valley. Am Morgen war es noch sehr frisch, was sich aber im Laufe des Tages ändern sollte.

Zabriskie Point und Golden Canyon

Unser erstes Ziel im Death Valley war der Zabriskie Point, ein Aussichtspunkt im Osten des Parks. Die Gegend hier besticht durch bizarre erodierte gelbe Felsen. Vor etwa 5 bis 10 Mio. Jahren lag der Zabriskie Point unter der Meeresoberfläche und wurde dann nach oben geschoben. Wind und Regen schufen dann die Rillen und Gräben, wie man sie in ihrer heutigen Form vorfindet.

Quasi im selben Gebiet, aber auf der südlichen Seite, befindet sich der Eingang zum Golden Canyon. Vom Zabriskie Point aus fährt man Richtung Furnace Creek und biegt vorher nach links ab. Die Straße ist mit der Aufschrift "Badwater" ausgeschildert. Nach etwa 3 km erreicht man den Parkplatz zum Golden Canyon.

GPS-Position: Golden Canyon

Der Weg in den Canyon führt durch gelbe Hügel. Es geht immer geradeaus den Wash entlang. Die Strecke ist leicht zu bewältigen, nur zum Ende hin geht es etwas bergauf. Hier sollte man aufpassen, dass man festen Halt an den Geröllhängen findet, um nicht abzurutschen.

Irgendwann erreicht man eine rote Felswand, an der es nicht mehr weiter geht. (Siehe 3. Foto oben) Das ist das Ziel. Nach etwa 2,5 km wird man schließlich mit einer atemberaubenden Aussicht auf das Death Valley belohnt. Vorne zeichnen sich die gelben Hügel des Golden Canyon ab und im Hintergrund erstreckt sich das Tal des Todes. Außerdem erblickt man den höchsten Berg des Nationalparks: Den Telescope Peak mit 3366 m Höhe.

Badwater Basin

Einer der wohl berühmtesten Orte des Death Valleys ist die Badwater Basin, eine Senke die mit 85,5m unter Null den niedrigsten Punkt in Nordamerika markiert. Man folgt hier einfach der oben beschriebenen Straße weiter in Richtung Osten. Die Badwater Basin kann man gar nicht verfehlen. Auf halben Weg zwischen Badwater und dem Golden Canyon befindet sich der Artist Drive. Diese kleine Einbahnstraße sollte man sich keineswegs entgehen lassen! Hier hat die Natur Maler gespielt und die Felsen in alle möglichen Farbtöne getaucht. Wir haben die sogenannte Artist Palette erst auf dem Rückweg besucht.

Vom Parkplatz der Badwater Basin führt ein Pfad direkt in den See hinein. Leider ist hier alles braun und man sieht vom Salz recht wenig, da hier täglich tausende Touristen herumtrampeln. Um die schönen Formationen zu sehen, muss man ein ganzen Stück weiter in die Senke hinein laufen. Ich bin etwa einen Kilometer abseits der Massen in den See gelaufen. Hier erkennt man einige hexagonale Kristallstukturen. Doch auch hier gibt es immer noch vereinzelte braune Fußabdrücke. Die Natur ist eben empfindlich.

Die Salzflächen sind dermaßen hell und reflektieren das Licht so stark, dass ich meine Sonnenbrille nicht abnehmen konnte. Auch der Belichtungssensor meiner Kamera hat hier verrückt gespielt. Alle Fotos wurden automatisch unterbelichtet.

Wie bereits geschrieben, fuhren wir auf dem Rückweg den Artist Drive entlang. Der erste Ausblick lohnt sich meiner Meinung nach nicht wirklich. Man kann sich den Weg auf den Hügel sparen. Mitten im Artist Drive befindet sich ein kleiner Parkplatz mit Blick auf die Artist Palette. Eine Informationstafel erklärt, wie verschiedene Mineralien die vulkanischen Ablagerungen eingefärbt haben.

Mosaic Canyon

Nicht weit von den Mesquite Flat Sand Dunes entfernt, befindet sich der Mosaic Canyon. Dieser ist nur durch eine Schotterposte zu erreichen. Fahrt hier bitte besonders langsam, da die spitzen Steine die Reifen aufschlitzen können. Nach der ca. 2km kurzen Fahrt, parkt man sein Auto und betritt den Canyon.

Der Mosaic Canyon ist nicht ganz so schön wie der Golden Canyon, wie ich finde. Dennoch besticht er durch seine Marmor-Wände. Im Laufe der Jahre hat das Wasser aus Sturzfluten die Wände glatt geschliffen und den Canyon ausgehöhlt. Der schönste Teil des Canyons befindet sich gleich in den ersten Passagen. Wir haben uns noch etwas tiefer in den Canyon gewagt, aber sind dann wieder umgekehrt. irgendwann erreicht man Stellen, an denen mann kletter muss.

Mesquite Flat Sand Dunes

Die Mesquite Flat Sand Dunes befinden sich im Herzen des Death Valley Nationalparks und am nördlichen Ende des Tals. Die Dünen waren Drehort vieler Filme. Der wohl berühmteste unter ihnen ist Star Wars.

Wir ließen den Tag, zusammen mit einigen hundert anderen Besuchern, auf den gut besuchten Dünen ausklingen. Es war viel los und überall hinterließen die Leute ihre Spuren im Sand. Einige Kunder rodelten sogar die Dünen hinunter. Doch je weiter wir in die Dünen liefen, desto weniger Leute trafen wir an.

Irgendwann machten wir es uns auf einer großen Düne mit tollem Ausblick auf die Star Dune, die größte Düne, bequem. Neben uns warteten auch schon einige Touristen und Fotografen auf den Sonnenuntergang. Während des Sonnenuntergangs wurden die Schatten immer länger und die Farben der Dünen intensiver. Die Mesquite Flat Sand Dunes sind eindeutig eine Sunset Location.

Wetter

Im Gegensatz zu den letzten Tagen, zeigte sich heute kein Wölkchen am Himmel. Das Thermometer kletterte auf 90°F, das sind etwas über 32°C. Gefühlt war es viel heißer.

GPS-Track und Route