Private Webseite von Andreas Möller

Valley of Fire & Snow Canyon

Datum: 27.03.2016

Valley of Fire

Als wir das letzte Mal im August 2012 im Valles of Fire waren, war die Straße zu den White Domes leider gesperrt gewesen. Grund war eine Flash Flood, die die Straße förmlich weggespült hatte. Heute sollte das Verpasste also nachgeholt werden.

Wir erreichten das Valley of Fire nach etwa 45 Minuten. Ausgangspunkt war Las Vegas. Der Eintritt in den State Park kostet $10 (Stand März 2016). Bezahlt wird per Self-Pay Station an den Eingängen des Parks. Schon am Morgen bemerkten wir eine Fülle an Autos, die sich in Richtung Valley of Fire bewegten. Kurz hinter dem Campground parkten diese dann und wir sahen eine große Menschenansammlung. Auf Nachfrage bei einem Ranger erzählte man uns, dass es hier eine Art Oster-Treffen gebe. Ganz genau habe ich nicht verstanden warum sich hier so viele Menschen versammelten.

Unser erstes Ziel waren die Seven Sisters, ein kleiner Rastplatz am Scenic Drive. Danach haben wir das Visitor Center begutachtet und anschließend ging es endlich in die Rainbow Vista. Die Straße kurz vor dem Visitor Center führt direkt in die Rainbow Vista. Dabei fährt man durch eine farbenfrohe und formenreiche Landschaft. Die Straße endet am White Domes Trailhead, unser erstes Ziel.

White Domes

Der White Domes Trailhead ist der Ausgangspunkt einer kleinen Rundwanderung. Ich empfehle aber nicht den markierten Wanderweg entlangzugehen, sondern das Valley of Fire auf die eigene Faust zu erkunden. Zuerst stiegen wir einen kleinen Canyon hinab und landet an einer alten Ruine, einem ehemaligen Filmset. Wir sind nun nach links abgebogen, in eines der interessantesten Gebiete der Rainbow Vista.

Neben roten, gelben, braunen, violetten, grünen und weißen Felsen, konnten wir auch einige Eidechsen und viele verschiedene blühende Pflanzen beobachten.

Crazy Hill

Ein besonders bunter Felsen ist der Crazy Hill. Ich habe mir vorher im Netz die GPS-Koordinaten herausgesucht, dann wurde der Felsen ausfindig gemacht. Er befindet sich auf einer Anhöhe. Die Rainbow Vista ist sehr bergig und man kann nicht einfach den kürzesten Weg zum Ziel nehmen. So fragten wir uns, ob wir hier überhaupt richtig seien. Aber auch auf Irrwegen entdeckten wir skurrile Steine. (1. Foto unten) Und dann plötzlich erblickten wir den bunten Hügel, den Crazy Hill. (2. und 3. Foto unten)

GPS-Position: Crazy Hill

Keine Ahnung wer sich die Namen "Crazy Hill" ausgedacht hat, aber ich finde "Spiegelei" würde besser passen.

Auf unserem weiteren Weg durch das Valley of Fire fanden wir immer wieder die skurrilsten Farben und Strukturen vor. Einige meiner Favoriten möchte ich den den folgenden Bildern zeigen.

Irgendwann erreichten wir dann wieder die Straße. Doch auch am Straßenrand gibt es einiges zu sehen. So befindet sich hier beispielsweise der Nike Rock. Ein Felsen mit Logo der Firma Nike. (2. Foto unten)

GPS-Position: Nike Rock

Pink Canyon

Nach einer kleinen Pause am Nike Rock ging es auf die andere Straßenseite. Hier beginnt der Pink Canyon, ein kleiner farbenfroher Canyon östlich der Scenic Road. Er ist nicht besonders hoch und eindrucksvoll wie andere Slotcanyons im Süd-Westen der USA, aber die feinen Strukturen und Farben der Felsenwände sind doch recht hübsch anzusehen. Außerdem führt dieser Canyon direkt zur Fire Wave. Die beste Zeit für einen besuch ist Morgens oder Vormittags, wenn die Sonne noch nicht direkt in den Canyon hinein scheint.

GPS-Position: Pink Canyon

Fire Wave

Die sog. Fire Wave wurde durch das Buch "USA der ganze Westen" von den Synnatschkes bekannt. Man erreicht sie, indem man den Pink Canyon durchquert. Sobald man die roten Hügel auf der linken Seite sieht, verlässt man den Wash. Hier muss man nur noch den kleinen Hügel heraufklettern und erreicht die Fire Wave. Einen offiziellen Trailhead gibt es übrigens auch. Hierfür Parkt man am vorletzten Parkplatz, bevor man die White Domes erreicht. Der Weg ist auf der offiziellen Karte ausgeschildert.

Das beste Licht hat man hier zum Sonnenuntergang. Aber auch sonst ist die Fire Wave mit ihren roten und weißen Streifen sehr sehenswert.

GPS-Position: Fire Wave

Snow Canyon State Park

Snow Canyon aus dem Flugzeug

Der Snow Canyon State Park befindet sich nördlich von Saint George. Dieser kleine State Park besticht durch seine roten und weißen Felsen in grüner Landschaft. Im Snow Canyon gibt es nur eine einzige Autostraße, die sich von Nord nach Süd erstreckt. Der Eintritt in den State Park beträgt $6 pro Fahrzeug. (Stand März 2016) Dieser ist ebenfalls per Self-Pay zu entrichten.

Da es schon recht spät war, hatten wir wenig Zeit den Park zu erkunden. Zuerst erreichten wir die kleine Sanddünen, in denen sich noch viele Menschen aufhielten. Die Sonne hatte den Tag über den Sand erwärmt, so dass, trotz der kühleren Temperaturen, ein Teil der Besucher barfuß lief.

GPS-Position: Snow Canyon - Nord-Zufahrt GPS-Position: Snow Canyon - Süd-Zufahrt

Neben der Straße, die nur in eine Richtung führt, gibt es im Canyon unzählige Wander- und Radwege. Der längste Radweg führt tief in den West-Canyon hinein und ist etwa 7 km lang. Autos sind hier wie gesagt verboten. Außerdem gibt es mehrere Fußwege zu den versteinerten Dünen oder zu einem erloschenen Lavastrom. Leider hatten wir wenig Zeit uns alles anzusehen, da die Sonne bereits am untergehen war. So konnten wir den Snow Canyon nicht in seiner vollen Pracht erkunden.

Ein erneuter Besuch ist der Snow Canyon definitiv wert.

Wetter

Es war mit 71°F (etwa 22°C) ist besonders warm. Dennoch wurde es in der Wüste des Valley of Fires recht heiß, so dass wir mit kurzem T-Shirt herumliefen. Der Himmel war überwiegend Sonnig. Eine dünne Cirrusschichte sorge für einen tollen Halo (22°-Ring) um die Sonne.

Unterkunft

Unsere Unterkunft war das "Knights Inn" in Staint George, Utah.

GPS-Track und Route