Private Webseite von Andreas Möller

28.08.2012 - Bryce Canyon NP

Autopanne

Eigentlich wollten wir uns den Sonnenaufgang am Bryce Canyon angucken. Daraus wurde allerdings nichts. Das Auto sprang nicht an. Der Grund lag daran, dass es die Nacht sehr kalt war (8° C) und wir deswegen im Auto schliefen. Die Sitzheizung lief die ganze Nacht über und saugte an der Batterie.

Also liefen wir um ca. 6 Uhr morgens zur Tankstelle und zum "Hauptsammelpunkt" im Bryce Canyon Village und fragten diverse Personen, ob sie nicht ein Starterkabel hätten und uns helfen könnten. Ein Mann, vermutlich der Besitzer irgend eines Western Inn's dort, meine er komme zu unseren Campingplatz und werde uns helfen. Nach einer halben Stunde warten am Campground hatte ich die Schnauze voll und lief zurück. Dort traf ich wieder den "netten" Mann. Er meinte, er habe kein Kabel gefunden. Dafür halfen uns dann drei junge Amerikaner aus der Patsche. Als Lohn gab es $10. Das Auto lief und es konnte losgehen.

Die Wanderung

Der Bryce Canyon ist einer der schönsten Nationalparks der Staaten. Jährlich zieht er tausende von Touristen in seinen Bann. Doch wer niemals im Canyon war, der hat ihn auch nicht besucht. Eine Wanderung durch die Hoodoos ist definitiv ein Muss um die atemberaubende Landschaft zu genießen.

Wir trafen am Morgen um ca. 09:00 Uhr am Sunset Point ein und waren recht alleine. Einige andere Wanderer waren auch schon früh auf den Beinen um in den Schatten der Hoodoos zu wandern. Das frühe Aufstehen lohnt sich aus mehreren Gründen. Der wichtigste Grund ist, dass man dem Touristenansturm entgeht. Während der Wanderung hat man viel Schatten und die Lichtstimmung am Morgen ist einfach herrlich.

Unser Weg führte den berühmten Navajo Trail hinab. Hier geht es über Serpentinen steil in den Bryce Canyon hinein. Wir waren fast alleine, nur ein paar Amerikaner kamen uns entgegen ober überholten uns. Der Grund für unser langsames Tempo waren definitiv die vielen Foto-Stops. Unten angekommen bestaunt man die riesigen Bäume die versuchen den letzten Lichtstrahl einzufangen.

Wir liefen den Najavo Trail bis zu einer Kreuzung entlang. Die meisten Wanderer folgen den Wanderweg (eigentlich heißt er Navajo Loop) wieder hinauf zum Rim. Wir jedoch nahmen den Weg in Richtung Peek-A-Boo Loop. Dieser führt auf die andere Seite von einem breiten Wash. Dort angekommen kann man sich entscheiden in welche Richtung man geht. Es spielt eigentlich keine Rolle, denn wie der Name schon sagt, ist der Peek-A-Boo Loop ein Rundweg. Man kommt also an der selben Position wieder hinaus. Wir sind nach rechts gegangen, ein Schweizer Ehepaar vor uns nach links. Auf halben Weg kam uns eine Pferdekaravane entgegen, Touristen die zu faul sind den Weg mit eigenen Füßen zu begehen. Die armen Tiere müssen sich durch enge Wege bergauf und -ab bewegen. Es gibt allerdings auch einen sog. Horse Trail. Hier erkennt man schon von Weitem die Abdrücke der Hufeisen. Dieser Pfad wurde vermutlich speziell für die Pferde konzipiert.

Der Weg führt durch tausende roter und auch weißer Hoodoos vorbei. Das wohl berühmteste Motiv des Peek-A-Boo Loops ist die "Wall of Windows", eine gigantische Felswand in der sich zwei fast identische Löcher befinden. Hier entdeckten wir eine Informationstafel. Wer alle drei Tafeln besucht und einen Beweis in Form einer abzurubbelnden Marke erhält ein kleines Präsent im Visitor Center. Ein Foto von sich selbst und der Tafel ist ebenfalls zulässig. Leider haben wir die erste Tafel am Navajo Loop verpasst und mussten somit auf das Spiel verzichten. Dennoch erfährt man nützliche Informationen. Beispielsweise weiß niemand warum die Baumstämme vieler Bäume wie eine Spirale aussehen.

Wenn man den halben Peek-A-Boo absolviert hat, dann kann man sich entscheiden, ob man die zweite Hälfte auch wandert oder ob man hinauf zum Bryce Point geht und sich mit den Shuttle Bussen zurück fahren lässt. Es gibt hier einen kleinen Rastplatz sowie Toiletten. Wir folgten den Peek-A-Boo Loop zurück zum Ausgangspunkt und sahen noch ein paar tolle Hoodoos. Zurück ging es über den Horse Trail in Richtung Sunrise Point. Wer Lust hat, der kann noch den Queens Garden Trail besuchen. Wir sind aber direkt über den Rim zurück um Auto gegangen

Später besuchten wir noch den Bryce Point. Die Aussicht von hier ist einfach klasse. Man hat den kompletten Canyon im Blickfeld und wer hier Fotos macht, der wird schnell merken, dass es einfach viel zu viele Hoodoos sind um ein "Wirrwar" auf dem Bild zu vermeiden. Wer möchte, der kann sich hier an einem Mega-Panorama probieren. Leider hatten wir keine gute Lichtstimmung, da sich andauern die Schatten der Wolken über den Canyon schoben.

Am Nachmittag ging es nach Escalante, einer kleiner Stadt an der Grenze des Grand Staircase-Escalante National Monument (GSENM).

Wetter

Am Vormittag schien die Sonne und es war noch recht kühl. Gegen Mittag gab es einige leichte und auch dichtere Wolken, das hing von der Himmelsrichtung ab. Die Temperatur kletterte auf 27°C. Geregnet hat es nicht.

Erst als wir in Escalante ankamen, begann es zu regnen.

Unterkunft

Die Nacht wurde im Circle D Motel in Escalante verbracht. Dieses Motel sollte unsere Unterkunft für die nächsten drei Nächte werden. Wir hatten mit den 10% Coupon der Synnatschkes gebucht.

GPS-Track und Route