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27.06.2015 - Ili-Fluss

Anfahrt

Nördlich von Qapschaghai befindet sich der Fluss Ili, der direkt an das Qapschaghai Reservoir, ein riesiger Stausee, angrenzt. Der Fluss Ili hat im Laufe der Jahre einen kleinen Canyon in das Gestein gefressen und eine einzigartige bizarre Landschaft geschaffen. Viele Kasachen fahren hier hin, um zu campen oder um zu fischen.

Den Fluss Ili kann man von zwei Seiten aus erkunden. Wir fuhren zuerst auf die westliche Seite und später am Nachmittag auf die östliche. Um zur westlichen Seite des Ili Flusses zu gelangen, biegt man, aus Almaty kommend, 3km bevor man die Talsperre überquert nach rechts ab. Man gelangt nun auf eine Teerstraße mit sehr vielen Schlaglöchern. Aufpassen! Dieser Straße folgt man nun 20km bis man nach rechts auf einen Sandweg gelangt. Nun folgt man einfach diesen Weg hinunter bis zum Ili. Auch normale PKWs haben kein Problem diese Strecke zu meistern.

GPS-Position: Weg zum Ili Fluss

Ili-Fluss

Der Ili-Fluss ist 1000km lang und entspringt in China. Dabei durchquert er den Altyn-Emel Nationalpark, das Qapschaghai-Reservoir und mündet letztendlich im großen Balchaschsee. Nördlich des Qapschaghai-Reservoirs hat der Fluss einen kleinen Canyon in die Steppe gefräst. Viele Einheimische nutzen diesen Ort um zu entspannen. Sie angeln oder campen am Flussufer. Man kann auch schwimmen gehen, sollte aber beachten, dass die Strömung des Ili-Flusses sehr stark ist. In der Vergangenheit ertranken hier zwei Jugendliche bei einem Schulausflug.

Landschaftlich gibt es hier einiges zu entdecken. So befindet sich der Devils Finger  dt. Teufels Finger) etwas weiter südlich vom Fluss. Der Devils Finger ist ein Feld der wie ein Daumen aussieht, der aus der Erde heraus ragt. Um zum Devils Finger zu gelangen, muss man der Sandstraße am Fluss immer nach Süden folgen. Aber Achtung: Es gibt eine recht steile, sandige Abfahrt die man eigentlich problemlos hinabfahren kann. Aber um wieder hinauf zu kommen sollte das Auto eine hohe Bodenfreiheit und möglichst Allradantrieb besitzen.

GPS-Position: Devils Finger

Filmset

Direkt am Fluss befindet sich ein Filmset vor einer beeindruckenden landschaftlichen Kulisse. Bekannt ist dieses Set aus dem Film "Nomad", wird aber auch immer wieder von anderen kasachischen Produktionen verwendet. Aktuell (2015) soll hier eine große kasachische Serie gedreht werden.

Vor dem Filmset lebt eine kleine Familie in einer Blechhütte. Sie sollen angeblich auf das Set, das einer großen Produktion gehört, aufpassen. Die beiden dachten zuerst, dass wir Produzenten wären und uns diesen Ort für einen neuen Film angucken wollten. Touristen verirren sich nur selten hierher. Für 300 KZT (1,5€) darf man das Set betreten und einen Blick ins Innere werfen. Das Filmset erinnert ein wenig an eine Karte des Ego-Shooters Counterstrike. Die Gebäude wurden aus Holz errichtet und mit Lehm verkleidet. Leider ist schon vieles durch Wund und Wetter zerstört worden. Aber bevor hier die neue Serie gedreht wird, soll das Filmset renoviert werden.

Man kann sogar über eine Treppe hinauf nach oben gehen. Von dort man man eine schöne Aussicht über den Fluss Ili und die umliegende Landschaft.

Petoglyphen

Auf der anderen (östlichen) Seite des Ili-Flusses befinden sich Felszeichnungen. Es gibt keine direkte Verbindung oder Brücke um von der westlichen Seite auf die östliche Seite zu gelangen. Man muss also den gesamten Weg zurück zur Hauptstraße zurücklegen und dann über die Talsperre fahren. Direkt hinter der Talsperre biegt man links ab und folgt der Straße ca. 20km bis man links auf eine Sandpiste abbiegt.

GPS-Position: Einfahrt zur östlichen Seite des Ili-Flusses

Diese Sandstraße ist in einem wesentlich besserem Zustand als die auf der westlichen Seite des Ili-Flusses. Irgendwann gelangt man zu einem Tor. Hier wird in russischer und kasachischer Sprache erklärt wie die Petoglyphen hierher gelangt sind und zu welcher Zeit sie entstanden. Es gibt buddhistische Felszeichnungen aber auch die typischen Motive von Tieren und Runen kann man hier finden. Die Motive entstanden zu unterschiedlichen Zeiten.

Direkt hinter dem Tor gibt es die Möglichkeit zu campen.

Wetter

Der Himmel war mit einer dünnen Cirrostratus-Schicht überzogen und zum Abend hin entwickelten sich einige kleinere Wolken. Geregnet hat es nicht. Die Temperatur erreichte angenehme 24°C.

Unterkunft

Wir haben in Almaty bei Bekannten übernachtet.

GPS-Track und Route