Private Webseite von Andreas Möller

01.09.2012 - Little Wild Horse Canyon - Goblin Valley

Little Wild Horse Canyon

Irgendwie sind wir heute sehr spät aufgestanden, so dass wir erst gegen Mittag am Little Wild Horse Canyon ankamen. Der Little Wild Horse Canyon befindet sich direkt neben dem Goblin Valley State Park und ist auch gut ausgeschildert. Anscheinend ist dies wohl ein Familien-Canyon, da wir am Trailhead und auch während unserer gesamten Wanderung viele Kinder und auch Hunde gesehen haben.

GPS-Position: Trailhead Little Wild Horse Canyon Slot Canyon im Little Wild Horse Canyon

Die Wanderung ist nicht sehr schwer und beginnt an einem breiten Wash. Hier betritt man den Canyon und folgt ihn bis zu einer Gabelung. Um in den Little Wild Horse Canyon zu gelangen muss man den Weg nach rechts einschlagen. Wer geradeaus weiter geht, der betritt den Bell Canyon. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit einer Rundtour, welche beide Canyons kombiniert. Wer diese einschlägt, der wird aus den linken Canyon wieder heraus kommen. Doch der schönere Canyon, der Little Wild Horse, befindet sich rechts. Alle Informationen sind auch auf einer Übersichtskarte sowie kleinen Broschüren am Trailhead zu finden. Ein GPS-Gerät oder sonstige Navigationshilfen sind absolut nicht notwendig.

Der Little Wild Horse Canyon ist sehr abwechslungsreich und bietet neben verschiedenen Steinformationen und Löchern auch einige enge Passagen. Daher könnte man diesen Canyon schon als Slot Canyon bezeichnen. Allerdings sind diese Engen nicht so gewaltig und beeindruckend wie die der Escalante Slot Canyons. Leider gibt es auch hier Vandalismus und einige Leute haben ihre Initialien oder anderes in den Fels geritzt. Aber das passiert ja leider immer wieder. Eine besonders interessante Felsformation, die mir auffiel, war das Affengesicht (Foto links).

Der schönste Teil des Canyons befindet sich ziemlich am Ende und ist von schräg abfallenden und durchlöcherten Wänden geprägt.

Wir sind keinen Rundweg gewandert, sondern sind den selben Weg wieder zurück gegangen. Die beste Zeit zum Fotografieren ist übrigens gegen Mittag.

Goblin Valley State Park

Der Eintritt für den State Park kostet $7 (Stand 2012) pro Fahrzeug. Goblin Valley bedeutet so viel wie "Tal der Gnome" und das trifft auch vollkommen zu. Schon bevor man in den State Park hinein fährt wird man von drei Goblins auf einem Steinernen Thron sitzend begrüßt. Am Aussichtspunkt angekommen kann man tausende kleiner Steinskulpturen bestaunen. Wer Lust hat kann auch zwischen den Felsen herumstöbern oder noch tiefer in das Tal hinein wandern. Das Goblin Valley ist der ideale Ausflugspunkt für Leute die vom Bryce Canyon NP in Richtung Arches NP unterwegs sind oder umgekehrt. Er liegt direkt an der 24 und jeder der hier vorbeifährt sollte sich den kleinen Spaß gönnen.

Vom Aussichtspunkt aus hat man einen Panorama-Blick auf ein von Gnomen übersätes Gebiet. Doch die Schönheit liegt im Detail und den Abstieg in das Tal sollte man sich nicht entgehen lassen. Auch wenn von oben gesehen alle "Gnome" gleich aussehen, entdeckt man im Tal eine Vielzahl verschiedenster Formen, Tiere, Gesichter, Schlösser und vieles mehr.

Hier nur ein kleiner Ausschnitt der fantasievollen Skulpturen:

Unser Ziel war der Golblin Square welcher nur ca. 4km vom Eingang des State Parks entfernt liegt. Doch aus diesen 4km wurde fast das Doppelte. Der Grund liegt darin, dass es keine direkte Verbindung zum Goblin Square gibt. Man muss immer dem Wash folgen welcher sich durch die bergige Landschaft schlängelt. Und genau diese Kurven verlängern die Wanderung ungemein. Hinzu kommt, dass wir einige Male über ausgespülte Seitencanyons abkürzen wollten. Doch das sollte man unbedingt unterlassen und immer dem Haupt-Wash folgen.

GPS-Position: Golblin Square

Leider sieht man nicht so viele Goblins auf dieser Wanderung. Sie ist eher monoton und recht langweilig. Das einzig Interessante sind einige Mineralien welche man im lehmigen Boden entdecken kann. Diese Steine mit einer kräftigen gelben Steinschicht überzogen, es sieht fast aus wie Schwefel. Hinzu kommt die brennende Sonne, welche die Wanderung erschwert. Zum Glück bieten die Wände des sich schlängelnden Washes einigen Schatten. Nach einer ganzen Weile sahen wir dann wieder Goblins. Das konnte jedoch nicht der Goblin Square sein, da hier einfach viel zu wenige Goblins standen. Also kletterten wir auf einen Aussichtspunkt und siehe da - da war endlich unser Ziel, der Goblin Square.

Auf dem Rückweg folgten wir den Wash zurück bis zum Ausgangspunkt der Wanderung. Hier sahen wir keine Goblins. Erst ein paar ungewollte Abstecher ließen uns den einsamen UFO-Hoodoo finden. Außerdem begegneten wir einem M-Arch.

Wetter

Es war mit 34°C wieder recht heiß und bis zum Mittag hin hing keine Wolke am Himmel. Erst am Nachmittag zogen Wolken auf und auf dem Weg zum Arches NP sahen wir einige Regenbögen. Nass sind wir jedoch nicht geworden. Den ganzen Tag über war es sehr windig gewesen. Besonders im Goblin Valley gab es einige kleine Sandstürme unter denen unsere Augen litten.

Die tollste Wettershow ereignete sich dann jedoch am Devils Garden Campground im Arches NP. Zuerst gab es einen klasse Sonnenuntergang und die Felsen am Horizont wurden rot erleuchtet. Die Wolkenformationen und Farben am Himmel krönten dieses Schauspiel noch. In der Nacht gab es heftige Gewitter am Horizont, weswegen leider auch die Ranger Show ausgefallen ist. Der Wind entwickelte sich langsam zum Orkan und wir mussten unser Zelt mit allen Mitteln an einem Strauch/Baum festbinden. Doch trotz heftigem Wind sind wir auf einen der höchsten Punkte des Campgrounds geklettert und haben das Gewitter fotografiert.

Gewitter im Arches NP

Unterkunft

Wie bereits erwähnt, haben wir im Arches NP gecampt. Der Devils Garden Campground ist ein sehr schöner Campingplatz und liegt mitten zwischen roten Felsen und Arches. Er liegt direkt am Devils Garden Trailhead und ist von Visitor Center etwa. 30 Minuten entfernt. Reservierungen über das Internet sind unbedingt notwendig!

GPS-Track und Route