Private Webseite von Andreas Möller

09.09.2012 - Wahweap Hoodoos - Lees Ferry

Wahweap Hoodoos

Die Wahweap Hoodoos sind eigentlich mehrere Hoodoo Gruppen am Westrand des Wahweap Wash. Die beste Zeit um diese weißen Geister (White Ghosts) zu fotografieren ist der Vormittag, denn nur hier scheint die Sonne direkt in die Kuhlen der Hoodoos. Also machten wir uns schon früh auf den Weg. Am Vortrag informieren wir uns am Visitor Center in Big Water über die Zugangsmöglichkeiten, da die Cottonwood Canyon Road, die eigentliche Zufahrtsstraße zu den Wahweaps, bis auf weiteres gesperrt war. Starker Regen und eine folgende Flut hat die Straße komplett weggespült. Der alternative Trailhead befindet sich südlich am Wahweap Wash.

Dementsprechend muss man aber auch eine 6km lange und öde Wanderung durch den Wahweap Wash in Kauf nehmen. Allerdings ist diese recht einfach, da es weder über bergiges Land, noch sandigen Boden geht. Eigentlich gibt es, laut der Karte vom Visitor Center, zwei verschiedene südliche Trailheads. Das hängt davon ab, ob man ein 4WD (Allrad) besitzt oder nicht. Man muss zwar einmal ein fließendes Gewässer durchqueren und einige sandige Passagen überwinden, allerdings hatte ich nicht den Eindruck, dass man wirklich Allrad benötigt. Der Trailhead (mit 4WD) ist mit einem Schild markiert!

GPS-Position: Trailhead am Wahweap Wash (ohne 4WD) GPS-Position: Trailhead am Wahweap Wash (mit 4WD) Ein einzelner Hoodoo

Der Abstieg in den Wash ist nicht ohne weiteres zu bewältigen, da es recht Steil hinab geht. Aber einige Meter geradeaus fanden wir eine Rampe und es ging über Stock und Stein. Ich empfehle wirklich dem Wash zu folgen. Wir machen den Fehler den direkten Weg (der Wash schlängelt sich ja) durch die Grasbüschel zu gehen. Zum einem ist die Gefahr auf Klapperschlangen zu treffen viel höher und zum anderen ist der Boden sehr sandig. Das erschwert die Wanderung. Die 6km bis zu den Wahweap Hoodoos ziehen sich ganz schön hin, zumal die Gegend hier recht eintönig ist. Doch nach einiger Zeit sieht man die erste von drei Hoodoo Gruppen.

GPS-Position: 1. Hoodoo Gruppe GPS-Position: 2. Hoodoo Gruppe GPS-Position: Hoodoo Hauptgruppe

Die erste Hoodoo Gruppe befindet sich direkt am Westrand und beeindruckt durch einen großen und dicken Hoodoo. Die zweite Gruppe versteckt sich etwas hinter den Wänden und der Zugang ist nicht gleich offensichtlich. Um diese Gruppe zu erreichen muss man einen kleinen Umweg um einen kleinen "Wald" herum einschlagen. Die zweite Gruppe ist gekennzeichnet durch viele kleine Hoodoos. Doch die schönste Gruppe ist eindeutig die dritte Hoodoo Gruppe. Die White Ghost's, wie die Wahweap Hoodoos auch genannt werden, sehen wirklich wie kleine Gespenster aus!

Wahweap Hoodoos

Auf dem Rückweg trafen wir noch zwei Wanderer die das gleiche Ziel hatten. Recht nahe am Auto fragten sie uns, ob wir denn die Wahweap Hoodoos gefunden hätten. Wir wünschten natürlich eine angenehme und lange Wanderung, da sie noch einiges vor sich hatten.

Stud Horse Point

Am Stud Horse Point findet man auch wieder Hoodoos. Diese unterscheiden sich jedoch erheblich von den Wahweap Hoodoos. Dieses kleine Gebiet kann man ganz einfach von der US-89 aus erreichen. Von Page kommend biegt man ca. 5 bis 6 Meilen hinter dem Glen Canyon Staudamm in eine kleine Service Road ab. Die Straße ist zwar geteert, aber hat Schlaglöcher ohne Ende. Ab hier geht es dann über Dirtroads bis zum Stud Horse Point hinauf. Allerdings benötigt man definitiv (zumindest als wir da waren) einen 4WD (Allrad), da es einige sehr sandige und steile Passagen zu überwinden gilt. Die Anfahrt ist in Worten schwer zu beschreiben, daher gibt es hier einen GPS-Track für Google Earth.

Anfahrt zum Stud Horse Point (1,88 KB)

Die Hoodoos am Stud Horse Point beeindrucken durch ihre Größe. Die dicken Felsbrocken wiegen sicherlich mehrere Tonnen und werden einige Meter über dem Erdboden getragen.

Navajo Bridge - Lees Ferry

Zur Navajo Bridge kommt man, indem man die US-89 am Horseshoe Bend vorbei in Richtung Süden fährt. An der T-Kreuzung zur 89A fährt man nach rechts und gelangt direkt zu den beiden stählernen Brücken. Die beiden Brücken sind mit ihren ca. 250m Länge eine wichtige Verbindungsstrecke über den Colorado River. Sie bilden die Grenze zum Grand Canyon Nationalpark welcher auf der westlichen Seite der Brücken beginnt. Am nördlichen Ende befindet sich ein Visitor Center, oder besser gesagt ein Souvenir Store.

Wer mehr über die beiden Brücken erfahren möchte, der kann hier weiter lesen.

Das nächste Ziel war die alte Fährverbindung welche über den Colorado führte. Lees Ferry wurde genutzt bevor die Navajo Bridge erbaut wurde. Heutzutage starten hier einige Raftingtouren durch den Grand Canyon. Der Mormone John Doyle Lee baute hier einst die Fährverbindung auf und erbaute außerdem eine Ranch welche immer noch erhalten ist. Auf dem Weg zur Ranch bezahlt man zunächst einen kleinen Eintrittspreis von $15. (Stand 2012) Diesen Betrag kann man ausschließlich per Karte (Kreditkarte) an einen Kassenautomaten bezahlen. Die Barzahlung, wie sonst üblich, ist hier nicht möglich. Nachdem man das Schutzgebiet betreten hat, befindet sich auf der linken Seite unübersehbar der Balanced Rock.

Balanced Rock

Vor Jahren fiel hier einst ein riesiger Felsbrocken den Berg hinab. Wind und Wasser trugen den Boden unter dem Fels ab und so entstand dieser gewaltige Hoodoo.

Dann fuhren wir zur Lonely Dell Ranch. Dieses kleine grüne "Dorf" liegt zwischen den roten Canoyonwänden der Vermillion Cliffs und zeigt wie die Mormonen hier damals gelebt hatten. Die Häuser sind noch von früher erhalten und wurden restauriert. Auch die Bewässerungsanlage des Gartens funktioniert noch genauso wie früher. Wer etwas tiefer in den Canyon hineingeht findet noch einen Friedhof sowie ein altes Autowrack. Außerdem lachte uns eine sogenannte Nebensonne an. (4. Foto unten)

Gleich gegenüber der Ranch liegt die alte Fährstelle. Heute wird sie als Badeplatz oder Startplatz für Raftingtouren benutzt. Der Colorado fließt hier friedlich durch das idyllische Tal in den Grand Canyon Nationalpark hinein, den größten Canyon der Welt.

Colorado im Abendlicht

Wetter

Mit 35°C war es sehr warm, aber anscheinend waren wir schon an die Temperaturen hier gewöhnt, so dass es nicht weiter störte. Der Himmel war mit einigen Cirren durchzogen und die Sonne schien den ganzen Tag.

Unterkunft

Heute war die letzte Nacht im Red Rock Motel in Page.

GPS-Track und Route