Private Webseite von Andreas Möller

01.07.2015 - Bartogay Reservoir & Assy Plateau

Bartogay Reservoir

Am frühen Morgen verließen wir die Berge und den schönen Kaindysee und fuhren den holprigen Weg zurück in die Zivilisation. Wieder an der Schranke angekommen, gab erst erstmal kein durchkommen, da die Bewohner wohl noch schliefen. Ich denke es war etwa 09:00 Uhr. Nach mehrmaligen Hupen öffnete uns dann ein Kind die Schranke und wir fuhren los.

Nach etwa 3 Stunden erreichten wir einen großen Stausee, das Bartogay Reservoir. Der See liegt türkis-blau mitten in einem Tal. Um dem See herum ragen braune Bergketten empor. Auch hier findet sich die bekannten Warnschilder: Es ist verboten sich dem Stausee auf weniger als 100m zu nähern. Auch das Schwimmen und Fischen ist nicht erlaubt.

Assy Plateau

Schafe

Das Assy Plateau ist eine Hochebene zwischen Almaty und dem Bartogay Stausee. Hier fließt der Assy-Fluss durch eine grüne Berglandschaft. Das Assy Plateau kann man von Westen oder von Osten aus befahren. Die westliche Zufahrt liegt direkt am Ile-Alatau Nationalpark hinter dem Dorf Turgen an. Man fährt in den Nationalpark hinein und folgt der Straße immer geradeaus, bis man das Assy Observatorium erreicht. Hier beginnt das Assy Plateau.

GPS-Position: Westliche Zufahrt zum Assy Plateau & Assy Observatorium GPS-Position: Östliche Zufahrt zum Assy Plateau

Wir wollten die "Straße" von der östlichen Seite ins Hochland hinauf nehmen. Dazu biegt man vor dem Bartogay Reservoir nach links auf eine Schotterpiste ab. Zuerst wirkt der Weg gut befahrbar, doch mit der Zeit wird dieser immer schlechter und holpriger. Wie ich in den Berichten aus Kasachstan schon mehrmals erwähnt habe, ist auch hier ein Auto mit hoher Bodenfreiheit zwingend notwendig. Da der gesamte Weg durch das Hochland nur langsam befahrbar ist, sollte man die Tour als Tagestrip einplanen.

Unser Ziel waren eigentlich die Red Rocks. Aufgrund der schlechten Straße, haben wir geplant nach Erreichen der Red Rocks wieder zurück zu fahren. Möchte man das Hochland von Assy komplett durchfahren, muss man sogar noch den Fluss durchqueren. Bei den Straßenzuständen, wollten wir das unserem Auto nicht antun. Doch leider haben wir die Red Rocks nie erreicht...

Auf halben Weg ertönte wieder die Warnleuchte, die sich auch schon in den Katutau Bergen angeschaltet hat: Getriebe zu heiß. Was machst du nun? Das Auto weiter die Ebene hoch quälen (Die Steigung war übrigens nicht sehr stark) oder umkehren? Wir entschieden uns schweren Herzens wieder umzukehren. Ein Auto mit Getriebeschaden mitten im Nirgendwo ist keine gute Idee. Auf dem Rückweg, die Ebene hinunter, hat sich das Getriebe dann wieder abgekühlt. Enttäuscht und ein wenig genervt über die verlorene Zeit, sind wir über die A6 (Ehemals A351) zurück nach Almaty fahren.

GPS-Position: Red Rocks im Assy Plateau

Aber ich möchte euch die Schönheit des Assy Plateaus nicht vorenthalten. Auf der folgenden Webseite gibt es viele Fotos, u.a. auch von unserem geplanten Ziel, den Red Rockshttp://www.track.kz/e_assy.html

Auf dem Rückweg nach Almaty haben wir verschiedene Touranbieter angerufen, um eventuell noch einmal nach Assy zu gelangen. Leider konnten wir keinen Anbieter finden, der uns an einem Tag bis zu den Red Rocks bringen würde. Entweder gingen die Touren 2 Tage lang oder die Tour konnte erst nach unserer Abreise stattfinden.

Chimbulak

Da wir heute doch noch etwas sehen wollten, sind wir zum größten Skigebiet in Almaty gefahren. Doch vorher wollten wir noch die Großeltern meines Freundes besuchen. Sie waren in ihrer Datsche, eine kleine Hütte mit großem Garten, anzutreffen. Wie Großeltern nun sind, wurden wir mit reichlich Essen vollgestopft, bevor es weiter ging.

Unser Auto quälte sich wieder in die Berge, diesmal südlich von Almaty. Hier befindet sich ein großes Skigebiet: Chimbulak.

Auch auf der Straße hoch nach Chimbulak hat sich unser Auto wieder mit den altbekannten Problem gemeldet. Als wir den Vermieter später darauf angesprochen haben, meinte er, dass das Auto nicht für die Berge gedacht sein. ich meine ja, es fehlt einfach ein Ölwechsel. Gut, wir sind die restlichen Meter einfach gelaufen.

Von den Serpentinen aus hat man einen netten Ausblick auf die Berge und kann in weiter Ferne die Häuser von Almaty erkennen. Oben angekommen erinnert die Einrichtung ein wenig an die Alpen mit ihren stilvollen Holzhütten und großen Restaurants. Hier ist definitiv alles auf Tourismus ausgelegt. Im Winter treffen hier viele internationale Gäste ein, ja auch Prominenz, um nach einem ausgiebigen Skitag, den Abend ausklingen zu lassen.

Leider ist hier im Sommer wenig los. Dafür steht man vor einer beeindruckenden Bergkulisse. Die höchsten Gipfel ragen fast 5000 Meter in die Höhe. Zum Sonnenuntergang konnten wir das sogenannte Alpenglühen beobachten, das die Berggipfel in ein seichtes Rot getaucht hat. Auf dem Rückweg nach Hause bescherten uns die Berge noch eine ganz besondere Kulisse: Der Vollmond ging über den Gipfeln des Tian-Shan Gebirges auf.

Wetter

Tagsüber war es sehr heiß. Wir konnten die Hitze spüren, als wir in Richtung Assy Plateau gefahren sind. Auf den Weg zurück nach Almaty zeigte das Thermometer 39°C an. Der Himmel war mit einigen Cirruswolken bedenkt und die Sonne schien den ganzen Tag.

Unterkunft

Wir haben bei Bekannten in Almaty übernachtet.

GPS-Track und Route